Fakultät Elektrotechnik

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Energietechnik

Mit den Modulen aus dem Bereich der „Elektrischen Energietechnik“ des neuen Bachelor-Studiengangs Elektro- und Informationstechnik soll an die im Studienschwerpunkt Elektrische Energietechnik des Diplom-Studiengangs Elektrotechnik erworbene und anerkannte Reputation angeknüpft werden.

Mit der Belegung dieser Modulgruppenkombination wird die notwendige fachliche Grundlage für Tätigkeiten in folgenden durch extremen Fachkräftemangel geprägten Bereichen bereitgestellt.

Offshore-Windpark Lillgrund im Öresund, Siemens Pressebild
Regenerative Energie
Wechselrichterstation in einem Freiflächen- Solarkraftwerk, Bild BELECTRIC Kolitzheim
Regenerative Energie
Elektroauto eRuf-Porsche, E-Motor: 270kW, Reichweite: 200km, Siemens Pressebild
Elektromobilität
Basslink-Konverterhalle Bild Siemens AG
Elektrische Netze, Energieverteilung

Regenerative Energie

  • Fotovoltaik, Windenergie, Wasserkraft
  • Dezentrale und großräumige Energieversorgung, Smart Grids und Strong Grids 
  • Elektromobilität

Elektromobilität

  • Energieeffiziente Antriebe
  • Speichertechnologien
  • Energiemanagement im Bordnetz u.a. durch leistungselektronische Komponenten, Ladetechnologien
  • Regenerative Energie
  • Smart Grids

Elektrische Netze, Energieverteilung

  • Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ, HVDC), Strong Grids 
  • Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Netz-Betriebsmittel
  • Dezentrale Energieversorgung, Smart Grids

In den genannten drei Themenfeldern werden dringend Ingenieure mit einer fachlich interdisziplinären Ausbildung gesucht. In diesen Bereichen wird fast ausschließlich der "Ingenieur mit Durchblick" wegen seiner hoher Methodenkompetenz gefordert, der auch über den Tellerrand seines Spezialgebiets sehen kann und will. Ein schmalspurig ausgebildeter Spezialist ist oft für diese technologischen Herausforderungen nur ungenügend ausgebildet. Die Modulgruppenempfehlung Elektrische Energietechnik berücksichtigt deshalb bewusst die hier geforderte fachliche und methodische Breite.

Die Studierenden werden außerdem schon im Bachelor-Studiengang intensiv über Laborpraktika, Projektarbeiten, Praxissemester und Abschlussarbeiten in die Forschungsaktivitäten der "Elektrischen Energietechnik" einbezogen und können darin weitere eigene fachliche Schwerpunkte setzen.

Die im Bachelor-Studiengang erworbenen berufsqualifizierenden Kompetenzen können in dem bereits seit 2005 bestehenden projekt- und forschungsorientierten Master-Studiengang gezielt vertieft werden.

In diesem dreisemestrigen Master-Studiengang Elektro- und Informationstechnik wird zu einem Anteil von ca. 70% ein Projekt im Rahmen eines Forschungsprojekts (meist in Kooperation mit einschlägigen und technologisch führenden externen Firmen) durchgeführt.

Durch bereits bestehende Kooperationen mit renommierten deutschen Universitäten gibt es im Rahmen dieser Forschungsprojekte für Master-Absolventen mit herausragenden Leistungen auch die Möglichkeit zur Promotion. Im Bereich der Energietechnik sind in der Vergangenheit auch schon erfolgreich kooperative Promotionen mit der TU Ilmenau und der U Erlangen/Nürnberg zu verschiedenen Themen durchgeführt worden.

Seit dem SoSe 2013 gibt es auch eine weitere Zusammenarbeit mit der TU Berlin. Im Studienjahr 2012/13 gab es insgesamt acht laufende kooperative Promotionsverfahren in den Fachgebieten Hochspannungstechnik, Leistungselektronik und Elektrische Maschinen.

Der FHWS sind zwei Forschungsinstitute und ein Forschungsschwerpunkt im Bereich der Energietechnik angegliedert:

  1. Institut für Energie- und Hochspannungstechnik (IEH)
    Institutsleiter Prof. Dr. Andreas Küchler
  2. Technologie-Transfer-Zentrum Elektromobilität (TTZ EMO) Bad Neustadt
    Institutsleiter Prof. Dr. Ansgar Ackva
    stellv. Institutsleiter Prof. Dr. Joachim Kempkes
  3. Forschungsschwerpunkt DC-Technologien für die Energiesysteme der Zukunft (FSP DC-Tech)
    Laborverbund Hochspannungstechnik, Leistungselektronik und Wärmetechnik/Thermodynamik

Die Fakultät Elektrotechnik der FHWS ist eine der forschungsintensivsten Fakultäten der bayerischen Hochschulen. Besonders in den aufgeführten Tätigkeitsfeldern ist gerade durch die Erfolge in der Forschung eine sehr hohe Reputation erreicht worden. Beispiele für laufende/abgeschlossene innovative Forschungsprojekte in Kooperation mit einschlägigen Firmen für die kontinuierliche Aktualisierung der Lehrinhalte (Liste ist nicht vollständig):

  1. Batterieladetechnik
    Es ist das Energiemanagement von Batterien für Elektrofahrzeuge zu optimieren.
  2. DC-EMO: DC-Motoren für die Elektromobilität
    1. Forschungsprojekt am TechnologieTransferZentrum Elektromobilität der FHWS in Bad Neustadt/Saale! Es ist der Entwicklungs-Workflow für energieeffiziente Hilfsantriebe im Elektro-/Hybridfahrzeug zu optimieren. 
  3. HGÜ-Technologie, Querschnittstechnologien für die Energiewende, Desertec-Projekt
    Es werden die besonderen Eigenschaften von Werkstoffen für die Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) erforscht und Konzepte für den Einsatz in Transformatoren, Kabelsystemen und Durchführungen entwickelt, u.a. auch für den Transport großer Leistungen bei extremen klimatischen Anforderungen (Wüstengebiete).
  4. Zustandsdiagnose und Online-Monitoring
    Es werden Methoden für die Bewertung und Überwachung von Hochspannungsgeräten zur Erhöhung der Zuverlässigkeit, der Versorgungssicherheit und der Übertragungskapazitäten in den Transport- und Verteilungsnetzen entwickelt.
  5. Regelbarer Ortsnetztransformator
    Es wurde ein Regelgerät zur dezentralen Stabilisierung der Versorgungsspannung in Niederspannungs-(Orts-)netzen entwickelt. Die zusätzliche dezentrale Spannungsregelung wird notwendig, wenn vermehrt dezentral (überwiegend regenerative) Energie in das Niederspannungsnetz eingespeist wird. Das Regelgerät befindet sich z.Zt. in Feldversuchen/Pilotanlagen.

Die Vertiefung im Bereich der Elektrischen Energietechnik erfolgt in den Hauptmodulgruppen H.3 "Leistungselektronik und Antriebstechnik" und H.4 "Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik".

Die in diesen Hauptmodulgruppen erworbenen Kompetenzen können in den im 5. und 6. Semester belegbaren Spezialisierungsmodulen "Energieeffiziente Antriebe" und "Hochspannungsisoliersysteme noch weiter vertieft werden.

Nähere Info

Prof. Dr. Joachim Kempkes, Joachim.Kempkes(ät)fhws.de (Kompetenzfeld Antriebe und Leistungselektronik) und
Prof. Dr. Andreas Küchler, Andreas.Kuechler(ät)fhws.de  (Kompetenzfeld Hochspannung und Energie)